Matthias Brodeßer, Head of Transaction Management International

„Ich lerne nach fast zwanzig Jahren, die ich in der Branche bin, immer noch jeden Tag neue Dinge dazu. Das ist spannend. Ich mag meinen Job.“

Wie sind Sie zur Warburg-HIH Invest gekommen?

In einem internationalen Verlagshaus habe ich eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert, Marketing und Kommunikationswissenschaft an einer privaten Akademie studiert und anschließend im Marketing gearbeitet. Über eine Bewerbung im Marketing bei einem Immobilienberater, bin ich in der Beratung gelandet. Kontinuierlich habe ich mich dann weitergebildet und den Immobilienökonom an der EBS Immobilien Akademie – heute IREBS -,  den Immobilienfachwirt an der BBA (Berlin Brandenburg Immobilien Akademie) und Real Estate Finance and Certificate Program an der New York University gemacht. Ich habe entsprechend in Hamburg, Berlin und New York gelernt und gearbeitet. Seit nun fast neun Jahren arbeite ich bei der Warburg-HIH Invest.

Wie beschreiben Sie Ihre Arbeit?

Ich tausche Geld gegen Steine – oder umgekehrt. Für institutionelle Investoren, wie z.B. berufsständische Versorgungswerke lege ich Geld in sichere Immobilien an. Als Transaction Manager beobachte ich die europäischen Immobilienmärkte und versuche in allen Marktzyklen die besten Investments zu identifizieren. In erster Linie investieren wir in Büro- und Handelsimmobilien, die sich in Trend-Städten befinden. Ein Trend ist die Urbanisierung – also 24/7-Quartiere, in denen gearbeitet und gelebt wird. Auch die Generation Y zählt zu einem Trend: Wir müssen verstehen, wie die Generation tickt und arbeitet, um zu wissen, welche Anforderungen sie z.B. an Büroflächen stellen. Die Generation Y sind die zukünftigen Entscheider.

Gibt es einen typischen Büroalltag?

Im internationalen Immobiliengeschäft beschäftigen wir uns mit einer Vielzahl von Ländern mit unterschiedlichen Kulturen, Märkten und politischen Gegebenheiten. Wir versuchen jede, Transaktion durch z.B. Check-Listen und Meilensteine, an denen wir uns orientieren, zu standardisieren. Aber jede Immobilie, jede Transaktion und somit jeder Tag ist anders. Ich habe mich noch nie gelangweilt.

Wie ist das Verhältnis von Bürozeit und Außenterminen?

Das Geschäft wird „auf der Straße“ gemacht. Wir sind gehalten uns in den Märkten so viel aufzuhalten, wie es geht. Durchschnittlich sind die Mitarbeiter 1,5 Tage in der Woche unterwegs. Es gibt den Ehrengrundsatz: „Wir schauen uns keine Transaktion intensiv an, wenn wir die Immobilie nicht einmal persönlich vor Ort gesehen haben.“ Da ist auch Google Street View keine Alternative. Wir müssen die Immobilie und das Umfeld kennen.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Arbeit?

Um an geeignete Immobilien zu kommen, ist es eine wichtige Aufgabe, Menschen zu vernetzen und interdisziplinäre Teams zu führen. Das macht mir sehr viel Spaß. Immobilientransaktionen sind noch immer kompliziert und mit einer Vielzahl von Aufgaben verbunden. Wenn alle an einem Strang ziehen, wird die Transaktion erfolgreich. Das ist ein toller Aspekt meiner Tätigkeit. Was mir zudem besonders an meiner Arbeit gefällt, ist das Kennenlernen anderer Kulturen und Länder. Wenn man durch Europa reist und vor Ort mit Leuten spricht, ist das wahnsinnig befruchtend und interessant. Nur durch den Austausch mit den Menschen vor Ort lernt man eine Stadt, das Makro- und Mikroumfeld und was den Standort heute oder zukünftig ausmacht, richtig kennen. Ich lerne nach fast zwanzig Jahren, die ich in der Branche bin, jeden Tag neue Dinge dazu. Das ist spannend. Ich mag meinen Job.

Wie würden Sie Ihr Team beschreiben? Wie groß ist Ihr Team?

In Hamburg sind wir im internationalen Transaktionsteam aktuell sieben Personen. In unserem Wiener Büro sitzen weitere drei und am Standort in Amsterdam wiederum zwei Kollegen. Das Team ist komplementär, jung und dynamisch. Kulturelle Offenheit, Reisebereitschaft und Kommunikationsinteresse sind wichtige Eigenschaften.

Was machen Sie als Ausgleich zur Arbeit?

Wenn man viel unterwegs ist, weiß man seine eigene Stadt zu schätzen. An den Wochenenden freue ich mich mal über etwas Ruhe. Sport wäre wichtig, ist aber in den letzten Jahren deutlich zu kurz gekommen.

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